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Meine Stimme meine Gemeinde: Familie Wimmer von der Niederbayern Alm

Idyllisch thront die Niederbayern Alm über Stubenberg und wird jedes Jahr für Familien zum beliebten Ausflugs- und Urlaubsziel. Im Gespräch mit der Gemeinde erzählen die Inhaber, Ingrid und Herbert Wimmer, über die Anfänge der Alm, die Entwicklung des Tourismus sowie ihren Glauben.

Familie Wimmer: „Wir sind jeden Tag dankbar!"

 

Gemeinde: Familie Wimmer, was bietet die Niederbayern Alm Besuchern genau an?

Ingrid Wimmer: Da gibt es verschiedenste Dinge. Wir bieten eine geräumige Ferienwohnung in der bis zu 5 Personen Platz finden, Wanderungen mit den Ponys für unsere Gäste, Bogenschießen, Fohlenaufzucht sowie die Möglichkeit das Pferd in unserer Pferdepension einzustellen.

Gemeinde: Wie entstand die Idee den „Urlaub auf dem Bauernhof“ Touristen zugänglich zu machen und wie lange gibt es dieses Angebot bereits?

Herbert Wimmer: Wir feien in diesem Jahr unser 25. Jubiläum. Ich bin ja in hier in Kaltenöd geboren und schon immer war meine Familie auf diesem Hof heimisch. Früher war dies ein Milchviehbetrieb und es gab ein sogenanntes Austragshaus. Da dieses nicht  benötigt wurde, entstand die Idee Ferienwohnungen einzurichten. Schon damals begann das Höfesterben und uns war klar, dass wir ein weiteres Standbein brauchen um vom Hof  leben zu können und den Betrieb zu erhalten. So hat sich das mit den Ferienwohnungen  für den „Urlaub auf dem Bauernhof“  im Austragshaus super angeboten.  

Über Urlaubskataloge die das Thema „Urlaub auf dem Bauernhof“ bewarben, haben wir das erste Mal auf uns aufmerksam gemacht. Das wurde kurz nach der Wende sogar von manchen ehemaligen DDR-Bürgern als ersten Urlaub in Westdeutschland überhaupt wahrgenommen.

Gemeinde: Welche Gäste sprechen Sie hierbei besonders an und wie sieht Ihre Werbung heute aus?

Ingrid Wimmer: Hauptsächlich Familien mit Kindern. Die lieben es in der Natur und dieser schönen  Region zu sein und mit den Tieren ihre Ferien verbringen zu können. Ob  Mitarbeit im Stall, Tiere versorgen, Ponyreiten, die Streicheltiere, Lagerfeuer, Traktorfahrten: Das alles sind Erlebnisse die in der Stadt so nicht zu finden sind. Die Eltern schätzen die Ruhe, genießen die wunderbare Aussicht und die zufriedenen Kinder. Aber wir haben auch Monteure, die unsere Ferienwohnung als Möglichkeit zur Nächtigung nutzen.

Heute ist unsere Webseite natürlich ganz wichtig. Auch auf Social Media sind wir präsent. Das gehört in der aktuellen Zeit einfach dazu.

Gemeinde: Wie hat sich der Tourismus von damals im Vergleich zu heute verändert?

Herbert Wimmer: Früher sind die Gäste länger geblieben. Da waren zwei oder drei Wochen keine Seltenheit. Heute geht der Trend eher in Richtung Kurz-Urlaub. Auch ist der Urlaub auf dem Bauernhof im Gegensatz zu früher mittlerweile meist der zweite Urlaub im Jahr. Da geht es statt zum Meer eben zuliebe der Kinder auf den Bauernhof. Wir haben mit unseren Gästen, egal ob früher oder heute, eigentlich immer gute Erfahrungen gemacht.

Gemeinde: Die Gemeinde Stubenberg ist offizieller bayerischer Genussort. Glauben Sie, dass dies auch Ihrem Unternehmen Auftrieb gibt oder hat es sich sogar schon bemerkbar gemacht?

Ingrid Wimmer: Nein, bisher kam davon noch nichts an, aber das Thema ist ja auch noch relativ neu. Vielleicht stellt sich dies noch ein mit der Zeit. Dafür müsste mit der Auszeichnung aber gegebenenfalls noch aktiver Werbung gemacht werden.

Gemeinde: Das Thema „Pferd“ wird auf der Niederbayern Alm groß geschrieben. Wie sieht hier das Konzept aus?

Herbert Wimmer: 2003 wurde eines unserer ersten  Einstellpferde uns zum Kauf angeboten. Ein Hufschmied machte uns in dieser Zeit auf die gute Abstammung dieses Zuchtpferdes aufmerksam und konnte gar nicht glauben, dass man uns ein solches Pferd zu so einem vergleichsweise günstigen Preis überlassen werden sollte. Da wurden wir natürlich neugierig und informierten uns genauer. Die American Quarter Horse Zucht  ist bis heute immer noch ein Hobby, aber eines das wir mit  Leidenschaft verfolgen. Heute bin ich ausgebildeter Pferdewart und widme diesem Thema viel Zeit. Dennoch haben wir uns damals die Entscheidung, den Bullenstall grundlegend umzubauen und Pferde-tauglich zu machen, nicht ganz einfach gemacht. Schließlich ging es hier um eine große Investition.

Das Gebet und das Vertrauen auf unseren Gott, der unsere Situation kennt, uns beistehen will und kann, hat uns stark geholfen. Angesichts der späteren und anhaltenden Milchkrise war es die beste Entscheidung, nicht weiter in die Milchviehwirtschaft investiert zu haben, sondern  mit den Milchkühen aufzuhören. Wenn gleich uns das nicht leicht gefallen ist und die ersten Jahre der Pferdepension herausfordernd waren.

Jetzt hat sich alles eingespielt und es  ist schön und spannend mit den Pferden  zu arbeiten, nette Einsteller auf dem Hof zu haben  und  das Erwachsenwerden der Fohlen mitzuerleben. Mittlerweile ist unser Hof anerkannter Biobetrieb.

Gemeinde: Wie wirkt sich der Glaube auf Ihre Arbeit aus?

Ingrid Wimmer: Wir sind unserem Schöpfer sehr dankbar für unser Leben. Im Allgemeinen und auch speziell auf diesem Hof der so vielseitig ist. Wir bitten in unserem Vertrauen an  Jesus Christus um seine Führung und Leitung. So wie bei der damaligen Entscheidung eben.

Gemeinde: Wir bedanken uns für das Gespräch

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