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Meine Stimme - Meine Gemeinde / Familie Grozavu aus der "Post Prienbach"

Am 01. November jährte sich die Inhaberschaft der Familie Grozavu in der „Post“ in Prienbach. Als beliebtes Wirtshaus in der Region und historisches Gebäude mit reichlich Geschichte ist die Post als Stubenberger Gastronomie neu belebt worden. Im Gespräch mit der Gemeinde gibt das Ehepaar aus Kirchdorf ein Fazit zum ersten Jahr und spricht über die Verantwortung und Hürden der Selbstständigkeit.

Grozavu: „Wir sind froh so gut angenommen worden zu sein“

 

Gemeinde: Ihr seid jetzt seit etwas mehr als einem Jahr in der Post Prienbach. Wie fällt Euer Fazit nach den ersten 14. Monaten aus?

Ulrike Grozavu: Sehr gut! Wir sind wirklich glücklich wie alles gelaufen ist und sind froh die Entscheidung, die Post zu übernehmen, damals so getroffen zu haben. Wir sind wirklich sehr gut aufgenommen worden in Stubenberg und haben schnell viel guten Zuspruch bekommen.

Gemeinde: Was waren die Schwierigsten Hürden nach der Übernahme?

Robert Grozavu: Am Anfang musste sich natürlich viel einpendeln. Wir mussten in die Infrastruktur des Gebäudes investieren und die vielen Abläufe mussten sich erst einmal einstellen. Es ist ja auch das erste eigene Restaurant. Und dann gleich mit dem Hotel dazu. Da kam es natürlich auch zu Schwierigkeiten. Neues Personal, dass sich leider nicht immer als zuverlässig erwies und weshalb die Qualität in Service und Küche nicht immer gleich war. Längere Wartezeiten wenn plötzlich mehr Gäste kamen als erwartet. Aber das ist alles normal und hat sich in diesem Jahr sehr gut eingespielt.

Gemeinde: Wir viele Mitarbeiter hat denn die Post aktuell?

Robert Grozavu: Nachdem wir erst sehr viel Personal hatten, aber auch einige negative Erfahrungen gemacht wurden, haben wir uns mittlerweile als reiner Familienbetrieb gut aufgestellt und sind 7 Mitarbeiter plus 2 Hilfskräfte. Von der Oma, Schwiegermutter bis zum Bruder sind alle mit an Bord und wir sind ein gutes Team. Jeder kann sich auf den anderen verlassen. Natürlich würden wir weiter Unterstützung für die Küche suchen, aber es ist schwer gute Leute zu finden.

Gemeinde: Mittlerweile seid Ihr in kürzester Zeit „angekommen“ in Stubenberg. Was waren die Eckpfeiler Eures Erfolges?

Ulrike Grozavu: Wir sind persönlich für unsere Gäste da. Hier kocht noch der Chef persönlich und fragt nach ob alles gepasst hat. Das ist längst nicht mehr selbstverständlich. Außerdem haben wir es geschafft das wir eine durchgehend gute Qualität mit Gerichten aus lokalen Produkten gewährleisten können. Eben weil nicht eine Vielzahl an Köchen kocht sondern wir ein eingespieltes Team haben. Wir wissen genau wer wir sind und was wir können und versuchen trotzdem immer wieder neue Akzente zu setzen.

Gemeinde: Worauf dürfen sich die Stubenberger Gäste denn in 2020 freuen?

Robert Grozavu: Die Buffets sind sensationell angekommen letztes Jahr. Daran setzen wir natürlich an und bieten passend zur Jahreszeit verschiedene Themen-Buffets. Von Grill bis Burger ist alles mit dabei. Natürlich wird es auch neue Ideen geben. Sowohl was die Buffets, als auch die eigentliche Speisekarte angeht. Ob Lachs-Tagliatelle oder unser Bergbauern-Schnitzel, wir sind froh das auch neue Gerichte viel Lob und Zuspruch erhalten.

Gemeinde: Ihr seid auch Eltern einer kleinen Tochter. Wie lässt sich der Vollzeit-Job als Gastronom mit den Aufgaben junger Eltern verbinden?

Ulrike Grozavu: Unsere Tochter ist seit kurzem im Stubenberger Kindergarten. Das macht natürlich vieles leichter weil plötzlich ein bisschen mehr Zeit zur Verfügung steht. Außerdem haben wir zum Glück eine tolle Familie, von der wir viel Rückhalt und Unterstützung bekommen. Das passt alles.

Robert Grozavu: Für mich ist mein Hobby auch mein Beruf. Von daher ist es genau das, was wir immer wollten und wenn es läuft, geht natürlich auch vieles einfacher. Jetzt gönnen wir uns im Januar erst einmal eine kurze Betriebspause und fliegen in den Urlaub. Das haben wir uns nach dieser Zeit auch verdient.

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