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Erntedankfeiern im Freien und an Werktagen

Der Pfarrverband hat die Erntedankfeiern in diesem Jahr an Abenden unter der Woche gehalten – und unter freiem Himmel, wenn das Wetter mitspielte.

Der erste und letzte Erntedankgottesdienst musste in den jeweiligen Pfarrkirchen gefeiert werden: In Stubenberg ging für den Kirchenvorplatz ein zu starker Wind, der Erntedanktag von Ering war verregnet, so dass von Pildenau nach Ering umgezogen werden musste.

"So ist das Leben", resümierte Ortspfarrer Peter Kieweg. "Es läuft nicht immer alles so wie geplant, davon können wir in diesem Jahr viele Lieder singen." In Prienbach, Münchham und Kirn hingegen konnte man draußen feiern – an den Kapellen in Pettenau, Wies und Ed.

Äußerer Anlass für die Verlegung waren die ausgefallenen Bittgänge, die bei schönem Wetter an diesen Orten stattgefunden hätten und coronabedingt in den Pfarrkirchen gefeiert werden mussten. In seinen Predigten erklärte aber Pfarrer Kieweg auch einen tieferen Sinn dahinter: Man wolle in diesem Jahr ganz bewusst "Danke" sagen für die Schöpfung, in der wir leben, in der wir uns in unseren Gärten und auf unseren Höfen trotz Ausgangsbeschränkungen immer frei bewegen konnten. Vielleicht habe man auch bei den erlaubten Spaziergängen die Schönheit der Heimat wieder bewusster und damit auch dankbarer in den Blick genommen.

Ähnlich habe auch die Erntedankfeier an einem Werktag eine Bedeutung. "Wir haben heuer vielleicht deutlicher als sonst gespürt, wie sehr wir gerade im Alltag auf andere angewiesen sind", meinte der Geistliche. "Und wir durften erfahren, dass wir versorgt sind mit genug Essen, Trinken und Hygieneartikeln, weswegen Hamsterkäufe überflüssig bis egoistisch waren." Genauso konnte man erleben, wie gut das Normale trotz aller Ausnahme funktionierte, wie zum Beispiel die Entsorgung von Müll.

"Schließlich mag man dankbar sein für so viel zwischenmenschliches Bemühen, sich gegenseitig zu helfen, sich in den scheinbaren Banalitäten des Alltags nicht im Stich zu lassen, sondern in Distanz anderen doch nahe zu sein." Ob in den Kirchen oder an den Kapellen: Die Gläubigen brachten heuer vermehrt ihre eigenen Erntekörbchen mit, vielfach richteten auch die bewährten Kräfte die Erntedankaltäre auf. Und auch die Gläubigen nahmen die Einladung zu Erntedank am Werktag, ob drinnen oder draußen, zahlreich an.

Quelle: PNP

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