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Ein Muss für Naturfreunde: Wandern auff 33 neuen Wegen

Neue Wander-Touren zwischen Rotthalmünster, Kößlarn und Malching, sowie Ering am Inn und Stubenberg.

Rottal-Inn (ct). Die malerischen Hügel zwischen Inn und Rott und die abwechslungsreichen Auen mit ihrer Artenvielfalt kommen jetzt zu neuen Ehren, denn seit mehreren Monaten arbeitet ein Projektmanagement in Bad Birnbach an der Ausarbeitung verschiedener Wanderwege im südlichen Landkreis Rottal-Inn und dem Nachbarlandkreis Passau.

Fünf Gemeinden aus diesen zwei Landkreisen haben sich zusammengetan: Rotthalmünster, Kößlarn und Malching, sowie Ering am Inn und Stubenberg. Sie werden unterstützt vom Kurort Bad Birnbach und dem staatlich anerkannten Erholungsort Bayerbach. Die dort ansässige Kurverwaltung hat die Koordinierung für eine ebenso einheitliche wie umfangreiche Beschilderung der Wanderwege übernommen. Und nicht nur das: Auch digital werden die Wege in einem Tourenportal hinterlegt. Zahlreiche Wege sind schon beschildert, etliche von insgesamt 33 Touren bereits im Internet abrufbar.

Die Landschaft hier gehört zu den schönsten und abwechslungsreichsten Flecken, die der Freistaat zu bieten hat, ist die Projektgruppe überzeugt und meint, dass in Zeiten von „Urlaub dahoam“ auch hier kein Fernweh aufkommt, denn hier gilt es noch ein weitgehend unentdecktes Stück Altbayern zu entdecken, das viele Geschichten zu erzählen hat.

Ob man lieber in Pildenau bei Ering auf den Spuren des ersten bayerischen Papstes Damasus II wandert und sich dabei in der Zeitgeschichte fast 1000 Jahre zurückbegibt, oder ob man lieber einem Kreuzweg von der im ganzen altbayerischen Raum einzigartigen Wehrkirche in Kößlarn aus hinauf auf luftige Höhen folgt, das muss natürlich der eigene Gusto entscheiden.

Auch vom historischen Marktplatz in Rotthalmünster nehmen viele Wege ihren Ursprung, vorbei an Kunstwerken berühmter Künstler wie Johann Baptist Modler, aber auch von weniger bekannten Meistern. Eines haben sie gemeinsam: Sie führen hinein in die Landschaft, die freilich auch viele Überraschungen birgt. Wer hätte da mitten in der niederbayerischen Landschaft zwischen Feldern und Wiesen emporragend ein Werk von François de Cuvilliés dem Jüngeren erwartet? Die Klosterkirche St. Matthäus in Asbach ist ein wahres Meisterwerk und einen Besuch allemal wert.

Geheimnisvoll wird es in Halmstein bei Malching. Hier hat der Teufel einen mächtigen Quader verloren, als er dem kleinen Kirchlein St. Anna den Garaus machen wollte. Allein, er hat das Taganläuten übersehen und seine Kraft verloren. Nun ragt ein mächtiger Quader zur Hälfte aus der Erde, die andere Hälfte steckt tief in der Erde fest. Jede der teilnehmenden Gemeinden hat ihre ganz eigene Geschichte zu erzählen – so auch Stubenberg.

Nicht nur, weil man gerade zum „Genussort“ geadelt wurde und hier viele Spezialitäten regional produziert werden, sondern auch deshalb, weil man etwa von der Bertenöder Kapelle aus beste Einblicke über das Inntal hinweg bis in die Alpen hinein hat. Die Wege sind nicht nur landschaftlich höchst unterschiedlich, sondern auch vom Anforderungsprofil her. Von „ganz leicht“ bis „ganz schön schwierig“ reicht die Palette.

Es ist also für jeden etwas dabei. Und noch eine gute Nachricht: Zum nächsten Biergarten ist es nicht weit! Bayerische Gastlichkeit kann man an vielen Stellen zwischen Rott und Inn genießen. Übrigens: Eine Karte braucht es für die Touren nicht mehr. Alles wird handlich per App auf das Smartphone geladen und gespeichert. Das funktioniert – GPS sei Dank – auch offline, sprich ohne Mobilfunknetz.

Ausführliche Tourbeschreibungen, Daten zum Herunterladen, die passende App (Bad-Birnbach-App) und ein Video-Tutorial gibt es gratis auf www.badbirnbach.de/wandern

Quelle: Simbacher Anzeiger

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