Panel öffnen/schließen

Erlebnisreiche Familienwanderung in Stubenberg

Viel Lehrreiches über die Marterl im Wald: Infos zur veranstalteten Familienwanderung in Stubenberg im Rahmen des Ferienprogrammes.

Eine Familienwanderung fand vor kurzem im Gemeindebereich statt. Angeboten wurde sie über das Eringer und Stubenberger Ferienprogramm mit Carmen Tomandl vom Projekt "Wandern zwischen Rott und Inn" und Wanderführerin Maria Reichenbacher.

Ausgangspunkt war der Sportplatz in Stubenberg. Der Start verzögerte sich um zehn Minuten, da ein Regenschauer kam. Die Kinder hatten Naturmaterialien gesammelt und legten sie bei Carmen Tomandl in den Korb, um später einen Waldwichtel damit zu legen.

Erste Station nach dem steilen Aufstieg zum Fürstberger Wald war die Meindlkapelle. Maria Reichenbacher erzählte, warum die Kapelle errichtet wurde: Sie wurde von Anton Meindl, dem "Moarfranzl-Doni", als Dank erbaut, weil er aus dem zweiten Weltkrieg wieder zurückkehren konnte.

Neben der Kapelle wurden die gesammelten Naturmaterialien als Waldwichtel "Waldemar" gelegt. Da durften die Kinder kreativ werden und hatten dabei ihren Spaß. Etwas abseits wurde ein Ameisenhaufen in einem Baumstamm entdeckt. Auf dem weiterem Weg fanden die Kinder einen Waldschrat und geschnitzte Figuren wie eine Blume, einen Raben und eine Eule, die große reflektierende Augen hatten.

Wo sich einst zwei Offiziere duellierten

Angelangt beim Welschenmaterl erzählte Maria Reichenbacher die Geschichte dazu: Es duellierten sich zwei adelige Offiziere um ein schönes Stubenberger Edelfräulein. Die jungen Männer starben. Wanderer, die vorbeikommen, dürfen einen Reisigzweig niederlegen, um die beiden "zuzudecken". Am Choleramarterl konnten die Namen der verstorbenen Familienmitglieder Haller gelesen werden. Um 1851 bis 1852 war dies eine tödliche Krankheit, die die Familie ausgelöscht hat.

Vorbei an Bildenöd befindet sich ein Japanischer Knöterich mit riesigen Blättern, mit denen die Kinder ihren Spaß hatten. Nach dem Waldstück betrat die Gruppe eine Lichtung bei Hartdobl mit einem tollen Ausblick nach Stubenberg und ins Inntal.

Die Kinder hatten viel Freude bei der Wanderung in der Natur. Die Familien waren sich einig, auch künftig andere Strecken zu begehen, da man vor der "Haustür" gut ausgeschilderte, wiederbelebte Wanderwege hat. Jugendbeauftragter Arthur Reichenbacher überreichte Carmen Tomandl und Maria Reichenbacher ein kleines Präsent für ihr Engagement.

Das Projekt "Wandern zwischen Rott und Inn" ist ein Leader-Kooperationsprojekt der LAG Rottal-Inn und LAG Passauer Land. Es wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfond für die Entwicklung des ländlichen Raums.

Quelle: Passauer Neue Presse

Weitere Nachrichten