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Nachbarschaftshilfe ist jetzt startklar

18 Freiwillige haben sich gemeldet – Ansprechpartnerinnen für die verschiedenen Ortsteile

Die "Nachbarschaftshilfe Fürstberg-Stubenberg-Prienbach" steht in den Startlöchern, um bedürftige Personen und Familien aus den Gemeindebereichen tatkräftig zu unterstützen. Einfach, unkompliziert, unbürokratisch und kostenlos ist diese Hilfe, der sich bereits 18 ehrenamtliche Helfer verschrieben haben. Bei der jüngsten Zusammenkunft im Gasthaus Post in Prienbach, bei der auch Bürgermeister Willibald Galleitner und Diakon Mario Unterhuber dabei waren, erklärte Birgit Webersberger im Detail die Vorgehensweise.

Als Ansprechpartnerinnen für die verschiedenen Ortsteile haben sich Birgit Webersberger, Gaby Simböck, Angelika Neugebauer und Karin Wieser zur Verfügung gestellt. Bei ihnen können sich Personen und Familien aus den Gemeindebereichen melden, die einen Fahr- oder Begleitdienst – etwa zum Arzt, Gottesdienst, Krankenhausbesuch usw. – benötigen, die kurzzeitig Unterstützung im Haushalt oder bei der Kinderbetreuung benötigen, wegen Krankheit oder ähnlichen Gründen vorübergehend Hilfe in Haus und Garten brauchen, im Krankheitsfall ein Haustier zu versorgen haben oder einer Begleitung bei Spaziergängen oder Besuchen zu Hause bedürfen. Kleine Erledigungen werden übernommen, ebenso auch im Urlaub oder Krankheitsfall das Gießen von Blumen oder Gräbern.

Ein Anruf bei der jeweiligen Ortsteil-Ansprechpartnerin genügt, dann werden die Freiwilligen der Nachbarschaftshilfe weitervermittelt.

Für Fürstberg ist dies Karin Wieser, erreichbar unter    08574-410 oder nbh.fuerstberg@icloud.de, für Stubenberg Gaby Simböck,    08571-602664 und Angelika Neugebauer,    08571-8958 bzw. beide unter nbh.stubenberg@icloud.de, für Prienbach Birgit Webersberger,    08571-602030 oder nbh.prienbach@icloud.de.

Flyer mit allen Informationen

Unter dem Motto "Nachbarschaftshilfe – Unterstützen – Helfen – Miteinander" wurde ein Flyer kreiert, der im Gemeindebereich bzw. bei Gottesdiensten oder passenden Veranstaltungen verteilt wird und an verschiedenen Plätzen aufliegt. Darin ist alles kompakt beschrieben, was die Nachbarschaftshilfe macht und wie sie erreichbar ist. Mittlerweile sind es 18 Personen aus allen Ortsteilen, so Webersberger, die sich in den Dienst der guten Sache gestellt haben. Dass das Ganze funktioniert und für das enge Miteinander in der Gemeinde spricht, davon ist Bürgermeister Galleitner überzeugt.

Schnell war klar, dass die Gemeinde die Trägerschaft der Nachbarschaftshilfe übernehmen wird, sagte Galleitner. Die Helfer sind während ihrer Tätigkeiten auch über die Gemeinde versichert. Da sie kostenlos arbeiten, sollen ihnen keine Unkosten entstehen, findet der Bürgermeister, deshalb wird die Gemeinde die Fahrkosten in Form von Tankgutscheinen "bezahlen". Außerdem gibt es bestimmt "Töpfe", die für ehrenamtliche Tätigkeiten geöffnet werden können.

 

Dies bestätigte Diakon Mario Unterhuber, der das Projekt "Nachbarschaftshilfe" von Beginn an über die Fachstelle Gemeindecaritas unterstützt hat. Er wusste zudem von einem finanziellen Obolus über das Leader-Programm für bürgerschaftliches Engagement, das ab Herbst beantragt werden kann.

Wer aus dem Helferkreis wann, wo und für was im Einsatz ist sowie Arbeitszeit, Fahrten und Kilometer sind auch für Gaby Simböck wichtig. Sie ist es, die alles tabellarisch festhält, damit die Arbeiten gerecht verteilt werden und man Bilanz ziehen kann in Bezug auf was gut oder weniger gut angenommen wird, verbessert oder in die Angebotsliste mit aufgenommen werden kann.

Ehrenamts- und Datenschutzerklärungen

Birgit Webersberger verwies auf die Ehrenamts- und Datenschutzerklärungen, die aus versicherungstechnischen Gründen auszufüllen seien und freute sich mit der gesamten Mannschaft, "endlich loslegen zu können".

Diakon Unterhuber zog symbolisch den Hut vor dem Team der Nachbarschaftshilfe und sprach allen Anerkennung und höchsten Respekt aus, denn was vor gut einem Jahr begonnen hat, entwickelte sich mit vielen Ideen weiter und kann jetzt offiziell in die Tat umgesetzt werden. Er sprach dem Helferkreis Mut zu, denn erfahrungsgemäß müsse man mit mindestens ein bis zwei Jahren rechnen, bis so ein Projekt "Fahrt aufnimmt". Sich diese Zeit zu nehmen, sei ein wichtiger Faktor und auch nach einiger Zeit ein bisschen zusammen zu feiern, sollte sich das Team erlauben, meinte Unterhuber. "Nachbarschaftshilfe darf nicht in Stress ausarten", gab er dem Helferkreis mit auf den Weg und wünschte allen mit dem neuen Projekt eine gute Zukunft.

Einen kleinen Dank von Herzen überreichte Webersberger an Unterhuber in Form von Hochprozentigem und Süßem. Galleitner bedankte sich bei Weberberger und ihren engagierten Damen, bei Unterhuber, mit dessen Unterstützung der Start ermöglicht wurde, und allen, die tatkräftig beim Helferkreis mitwirken. Mit einem "des pack ma, mia helf ma" blickte der Bürgermeister zuversichtlich auf das Projekt.

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