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Stubenberger Brand-Opfer rettet Bub (9) und sich selbst: So erlebte er das Feuer

Ein Feuer machte Küche und Eingangsbereich des Hauses von Andreas Schöndorfer (39) in Stubenberg (Landkreis Rottal-Inn) vor Weihnachten zur Baustelle. In der PNP berichtet er, wie er die Feuer-Nacht erlebte und wie die Sanierung läuft.

 

Mittlerweile ist zwar schon viel passiert, eine komplette Wand wurde neu hochgezogen, aber: Bis der Brandschaden ganz behoben ist, wird es noch dauern. „Aber ich bin dran“, so Schöndorfer beim Besuch der PNP.

Rückblick: Es war Freitagabend, 18. November. Der 39-Jährige sitzt zusammen mit seinem Stiefenkel (9) – er ist der Sohn seiner angeheirateten Stieftochter – im Wohnzimmer des Hauses im Stubenberger Gemeindeteil Schallergarten, das er vor vier Jahren gekauft hat und schaut fern. „Plötzlich ging der Rauchmelder im Flur an. Er fing ganz laut zu piepsen an. Ich schaute aus dem Wohnzimmer, in der Küche und im Eingangsbereich des Hauses war überall dichter Rauch“, erzählt der Inntaler, der bei einem Hersteller für Futtermischwägen in Tittmoning arbeitet. Daraufhin machte er Vorder- und Hintertüre auf. „Um durchzulüften. Ich wollte schauen, woher der Rauch kam, wo es brannte.“
 

Er kam aus der Küche. Schnell merkte Schöndorfer: „Ich konnte nichts mehr dagegen machen.“ Also tat er das einzig Richtige in diesem Moment: Er packte den Buben und eine Decke, lief zum Haus hinaus – und alarmierte die Feuerwehr. Vier Feuerwehren (aus Simbach, Stubenberg, Fürstberg und Oberham) eilten zum Haus, das aus dem 19. Jahrhundert stammt. Der Brandherd war schnell gefunden, gemeinsam konnte ein Ausbreiten des Feuers auf weitere Teile des Hauses verhindert werden. Andreas Schöndorfer und sein neunjähriger Stiefenkel wurden von den Einsatzkräften des Roten Kreuzes medizinisch versorgt, sie waren unverletzt.


„So lange die Feuerwehr im Haus war, saßen wir im Sanka. Erst nach den Löscharbeiten durften wir wieder hinein, mein Stiefenkel war zwischendrin von seiner Mama abgeholt worden“, berichtet Schöndorfer. Die Polizei, die ebenfalls vor Ort war, schaute sich zusammen mit der Feuerwehr an, was die Ursache für den Brand gewesen sein könnte. In einer späteren Aussendung der Polizei Simbach hieß es, dass vermutlich ein technischer Defekt an einem Stromkabel schuld gewesen sein dürfte. Zu diesem Schluss kam dann auch die Gutachterin, die eine Woche später von der Versicherung geschickt worden war. Die Höhe des Schadens wurde auf rund 10.000 Euro geschätzt.
 

Die beschädigte Wand – sie war aus Holz und mit Rigips-Platten und Fliesen verkleidet – wurde inzwischen, wie erwähnt, komplett erneuert. „Nicht mehr aus Holz, sondern aus Ziegeln“, so Schöndorfer. Inzwischen ist sie auch verputzt. „Jetzt kommen noch Fliesen drauf“, sagt der 39-jährige Stubenberger. Der Brandgeruch ist jetzt – gut fünf Wochen nach dem Feuer – auch so gut wie weg, wobei der anfangs schon ziemlich schlimm war. „Ich habe es irgendwann nicht mehr ausgehalten und habe dann auswärts geschlafen. Jetzt geht‘s aber wieder.“ Die Küche ist so ziemlich hinüber, sie liegt in Teilen vor dem Haus auf einer Veranda. Da braucht es auch was neues.


Und wie geht’s seinem Stiefenkel nach der Brand-Nacht? „Sehr gut, der hat inzwischen auch bei mir schon wieder übernachtet. Beleidigt war er nur, weil er die Wochen nach dem Feuer nicht bei mir im Haus schlafen durfte“, so Schöndorfer, der jetzt, wo sich das Jahr dem Ende zu neigt, hofft, dass das kommende besser wird als das ab morgen vergangene.

 

Quelle: PNP

 

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Veröffentlichung

Do, 05. Januar 2023

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