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News-Ticker

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Spenden-Aktion gestartet, um Finanzierung der Notsicherung sicherzustellen

30.​01.​2025

Neuigkeiten gibt es zur Malzfabrik in Ering (Landkreis Rottal-Inn): Nach dem Teileinsturz haben die Notsicherungsarbeiten begonnen. Und: Der Verein „Projekt Malzfabrik“ hat eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um die Finanzierung der Notsicherungsmaßnahme sicherzustellen.

Nachdem der Eringer Gemeinderat in seiner Dezember-Sitzung eine finanzielle Unterstützung für die Notsicherung der teileingestürzten Malzfabrik (vorerst) abgelehnt und der Bezirk Niederbayern eine Förderung bislang noch nicht bewilligt, sondern (vorerst) nur in Aussicht gestellt hat: Wie geht es nun mit dem denkmalgeschützten Gebäude in Ering weiter?

 

Wie die PNP erfahren hat, hat sich (vorerst) an den Plänen des Vereins „Projekt Malzfabrik“ nichts geändert. „Die Arbeiten für die Notsicherung haben bereits begonnen“, berichtet der zuständige Architekt Andreas Schmöller aus Passau auf Anfrage der Heimatzeitung.

Wie berichtet, war im September die nord-westliche Gebäudeecke eingestürzt. Im November fand dann die Jahreshauptversammlung des Kulturvereins statt, in dem bereits konkrete Pläne vorgestellt wurden, wie man das Gebäude sichern und den Einsturzbereich wieder schließen will.

 

Baubesprechung vor Ort, Sicherungsgerüst wird aufgebaut

Vergangene Woche fand dazu eine Baubesprechung mit Kreisbaumeister Peter Hofer statt. „Derzeit wird das Sicherungsgerüst aufgebaut, im Laufe des Februars werden die Abbruchstellen gesichert“, so Schmöller. In der Folge werde die Dachvorderkante stabilisiert. Im Frühjahr wolle man damit fertig sein, dann stehe die Schließung des Lochs mit Leichtbeton und die Stabilisierung des Daches an. Schmöller geht davon aus, dass man noch im ersten Halbjahr mit der Notsicherung des Gebäudes fertig sein wird.

Zeitgleich – also im ersten Halbjahr – werde auch das in der Jahreshauptversammlung in Grundzügen vorgestellte Vorplanungskonzept ausgearbeitet und die genauen Kosten dafür ermittelt. Wie ebenfalls berichtet, soll im Erdgeschoss ein Café entstehen, darüber Ausstellungs- und Veranstaltungsräume sowie Büros. Zuletzt, bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Projekt Malzfabrik“, war von einem höheren einstelligen Millionenbetrag die Rede.

 

Doch zurück zur begonnenen Notsanierung: Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 290.000 Euro. Die Finanzierung eines Großteils davon, ca. 230.000 Euro, ist mit einer bereits bewilligten Förderung des Landesamtes für Denkmalpflege (BLfD) gesichert. Was den Restbetrag anbelangt, hofft man weiterhin auf Unterstützung des Bezirks. Wie gesagt, etwa 30.000 Euro sind da in Aussicht gestellt. „Eine finale Entscheidung zur Förderung des Vereins ,Projekt Malzfabrik‘ ist aber noch nicht erfolgt. Diese muss der Kultur-, Jugend- und Sportausschuss des Bezirks treffen. Die nächste Sitzung findet am 20. März statt“, heißt es von der Pressestelle des Bezirks auf PNP-Anfrage. Und weiter: Ob die Förderung an diesem Tag schon Thema sein wird, sei aber noch unklar.

 

850 Euro gespendet, gebraucht werden 27.000 Euro

Aber selbst wenn die 30.000 Euro vom Bezirk kommen sollten, würden immer noch knapp 30.000 Euro fehlen, die der Verein selbst aufbringen müsste. Ein Ansuchen um Unterstützung seitens der Gemeinde Ering lehnte diese, wie gesagt, in der Gemeinderatssitzung im Dezember ab (wir berichteten ausführlich darüber).

Die PNP wollte nun vom Verein wissen, wie es um die Finanzierung des Restbetrags steht, die Voraussetzung für die Förderungen seitens des BLfD und des Bezirks ist. Dieter Hager vom „Projekt Malzfabrik“ erklärte dazu, dass man auf der Crowdfunding-Plattform www.wirwunder.de der Sparkasse einen Spendenaufruf gestartet hat (www.wirwunder.de/rottalinn). 27.000 Euro sollen dabei gesammelt werden. 850 Euro wurden bislang gespendet, 400 Euro davon kamen von der Sparkasse Rottal-Inn.

 

Und was ist, wenn man den Restbetrag nicht über Spenden aufbringen kann? Laut Hager und auch nach Aussage von Architekt Schmöller ist es für den Verein möglich, Eigenleistungen (Zuarbeiten bei der Notsicherungsmaßnahme) einzubringen, die dann verrechnet werden, um auf diese Weise die Voraussetzungen für die genannten Förderungen zu erfüllen. So eine Eigenleistung könnte z.B. sein, den durch den Einbruch der Gebäudeecke entstandenen Bauschutt nicht von einem Unternehmen wegräumen zu lassen, sondern dass die Vereinsmitglieder da selbst (mit) anpacken.

 

Quelle: PNP